Generelles über Hörgeräte!

Ein Hörgerät besteht im Wesentlichen aus fünf Teilen: dem Gehäuse, dem Mikrofon, dem Verstärker/Prozessor, dem Lautsprecher und der Energiequelle. Es gibt hauptsächlich 3 Möglichkeiten um das Hören zu verbessern. Einmal durch Im-Ohr-Hörsysteme, dann durch Hinter-dem-Ohr-Systeme und schließlich durch die offene Versorgung (HdO-Spezialform). Bei HdO´s, „Hinter dem Ohr-Geräten“, sitzt die Technik außerhalb des Gehörgangs hinterm Ohr. Beim IdO ist die Technik im Ohrstück integriert. Weitere Bauformen sind Knochenleit- Hörsysteme (BAHA), Cochlea-Implantate und heute nur historisch: die Taschengeräte.

Die offene Versorgung

 

Hierbei handelt es sich um HdO-Hörgeräte, die den Gehörgang nicht verschließen, sondern offen lassen. Das hat viele Vorteile. Das Richtungshören bleibt erhalten. Das Tragen des Hörgerätes ist sehr bequem. Wegen des dünnen Schallschlauches sind diese Hörgeräte besonders unauffällig zu tragen. Allerdings sind derartige Hörgeräte nicht für alle Arten von Hörverlusten geeignet. Optimal geeignet sind diese Geräte für Hochtonschäden. Geräte mit externem Hörer können heute auch größere Hörschäden „offen“ korrigieren. Sie sind zudem sehr unauffälig und klein.

Offenes Mini-Ex-Hörer-System

Das klassische HdO-Gerät- langsam aus der Mode gekommen

Es besteht in der Regel aus mehreren Teilen: aus dem Hörgerät selbst, einem individuell angepassten Ohrstück, der so genannten Otoplastik, und einem Schlauch, der die Schallwellen vom Gerät durch die Otoplastik ins Ohr leitet. Moderne Schallschläuche sind dünner geworden (0,9 mm). Insbesondere bei starken Hörverlusten sind diese Systeme mit ihren leistungsfähigeren Verstärkern und den damit verbundenen größeren Batterien immer noch am besten in der Lage, zu helfen. Für kosmetische Ansprüche bei höhergradigen Hörschäden gibt es auch Mini-Powergeräte mit externem Hörer. In jedem Fall versuchen wir den dünnsten Schlauch einzusetzen, was den Tragekomfort und die Kosmetik erhöht.

Oldie 1980

Das IdO-Gerät

Durch die „interne“ Position im Ohr sind derartige Hörgeräte am ehesten in der Lage, sehr unauffällig und – bei den kleinsten Modellen – fast unsichtbar zu sein. Mit ihnen ist ein besseres Richtungshören möglich, da aufgrund der Position der Hörgeräte tief im Ohr die natürliche Schallaufnahme durch die äußere Ohrmuschel erhalten bleibt. Für Menschen, die gerne Sport treiben und für Brillenträger sind diese Geräte nahezu ideal, wenn der Hörverlust und die Anatomie des Gehörganges es zulassen. Je nachdem, wie tief diese IdO-Hörsysteme im Gehörgang sitzen, unterscheidet man drei verschiedene Typen:

  • Komplett im Gehörgang (CIC = Complete-in-the-Canal: vollständig im Gehörgang)
  • Im Gehörgang – Gehörgangssystem (ITC)
  • In der Ohrmuschel – Concha- und Halbconcha- Hörgeräte (Concha=Ohrmuschel)

Das Ein- Ausschalten

Neuere Hörsysteme haben keine echten Schalter mehr, sondern werden über das Kippen des Batteriefaches ein- oder ausgeschaltet. Aufladbare Akkugeräte werden durch Einstecken in die Ladestation abgeschaltet und starten beim Herausnehmen neu.

Klassische Anordnungen: kaum mehr auf dem Markt vorhanden.

Lautstärke regeln

Moderne Hörsysteme besitzen eine rechts/links Koppelung, welche die Bedienung für zwei Geräte vereinfacht, d.h. wird eine Seite geregelt, folgt die Gegenseite. Häufig sind auch Wippen, nur noch selten Rädchen.

Wird einer der Taster länger gedrückt, kann bei Akku-Geräten ein- und ausgeschaltet werden. Akku-Geräte schalten automatisch ein und aus sobald sie auf die Ladestation gesetzt oder aus ihr entnommen werden. Außerdem können Sonderprogramme aktiviert werden, z.B. induktives Hören für Theater, Telefon oder 2.Programm für Musik, Lärm etc. ) Induktives Hören (eingebaute T-Spule), worauf kleinere Bauformen verzichten, wird oft durch eine bluetooth-Verbindung ersetzt.